Die Kulturlandsgemeinde 2017 strebt nach Höherem und treibt es auf die Spitze.

Die Kulturlandsgemeinde Appenzell Ausserrhoden ist ein kleines interdisziplinäres Festival, das immer am ersten Wochenende im Mai stattfindet und 2017 zum dreizehnten Mal ausgetragen wird. Am Samstag und Sonntag, 6. und 7. Mai, ist die Kulturlandsgemeinde 2017 in Herisau zu Gast. Sie fühlt während zwei Tagen verschiedenen Optimierungen auf den Zahn – des Körpers, des Lebenssinns und des gesellschaftlichen Ganzen.

Grösser
Schneller Höher Weiter
Fitter Beweglicher Muskulöser

Die Kulturlandsgemeinde 2017 lädt ein zum gemeinsamen Ausloten verschiedener Techniken, Visionen, Errungenschaften und Grenzen des Optimierens.

Glücklicher
Sicherer Reicher Spontaner
Mutiger Freier Erfüllter

Im Sportzentrum Herisau – dort, wo gewöhnlich die Optimierung der eigenen Fitness, Muskelmasse oder des Teamgeists im Vordergrund steht – befragt, debattiert und erprobt die Kulturlandsgemeinde während zwei Tagen auch andere Facetten des Optimierens.

Gerechter
Fairer Nachhaltiger Solidarischer
Utopischer Idealistischer Paradiesischer

Zwischen welchen Optimierungsangeboten wägen wir im eigenen Alltag und in gesellschaftspolitischen Fragen ab? Was ist das ‚rechte Mass’? Wer setzt es fest? Wie sind persönliche und gesellschaftliche Logiken der (Selbst-)Optimierung verknüpft? Welche Zwänge bestehen und welche Freiheiten sind möglich? Und: Was geschieht, wenn ‚die Spitze’ erreicht ist? Diesen Fragen geht die Kulturlandsgemeinde auf den Grund: in Debatten, Kunstaktionen und Werkstätten.

Optimierungen von früh bis spät, heute und übermorgen

Intimer selbstdokumentiert: Die Sonntagsrede hält die Autorin und Schauspielerin Laura de Weck und surft für uns in den sozialen und anderen Netzwerken.

Globaler vernetzt: Der Künstler Thomas Stricker verbandelt in seiner sozialen Skulptur ‚handhcherom’ Herisau mit Kalkfeld in Namibia.

Dichter beschallt: Der Musiker Stefan Baumann lässt im Sportzentrum Herisau einen Klangwald wuchern.

Der Unsterblichkeit einen Schritt näher: Die Historikerin Iris Blum lädt ein zum Biografien-Training.

Garantierter glücklich: Der Autor Ralf Bruggmann verhilft Ihnen zum persönlichen Glück.

Gewiefter bewältigt: Der Journalist und Dozent Mark Riklin lädt ein, über den eigenen Umgang mit dem allgegenwärtigen Optimierungsimperativ nachzudenken.

Härter trainiert: Der Olympiasieger Iouri Podladtchikov, der Langzeitüberlebende Bruno Wiederkehr, die Filmerin Stina Werenfels und der Exoskelettentwickler Roger Gassert gehen gemeinsam an die Grenzen des optimierbaren Körpers.

Erfüllter gelebt: Die Sängerin und Musikerin Nicole Bernegger, der aus Eritrea geflüchtete Yonas Gebrehiwet und der Risikoexperte Matthias Haller werfen das Streben nach mehr Glück, mehr Erfolg, mehr Freiheit und mehr Sicherheit in eine Waagschale.

Enkelinnentauglicher gehandelt: Die Fairtradepionierin Paola Ghillani, die Mitgründerin der gleichnamigen Stiftung Regula Lienhard und der Künstler Thomas Stricker fragen nach dem Lokalen im Globalen, dem Idealistischen im Alltag und dem Zukunftsfähigen im Heute.

Überraschend einfacher: Die Digital Storyteller und Life-Hackerinnen Bettina Tuor und Nadia Holdener verraten Tipps und Tricks für einen reibungslosen Alltag.

Schneller bedient: Der Kulturlandsgemeinde-Küchenzauberer Gallus Knechtle und sein Team optimieren die Essensausgabe. Achtung: Eine Vorbestellung ist erforderlich.

Klüger angelegt: Der Vermögensberater NN gibt allen Auskunft, ob weniger oder mehr Geld.

Stilvoller durchs Leben: Die Farbberaterin Magdalena Früh bringt Farben und Typen vorteilhaft zusammen.

Künstlicher erfolgreich: Der Ingenieur Stefan Schrade führt vor, wie technische Hilfsmittel die natürlichen Fähigkeiten des Menschen überholen.

Sendschrift

Die Sendschrift ist ein Kernstück der Kulturlandsgemeinde. Die Essenz der Reflexionen und Anstösse aus den Debatten und künstlerischen Beiträgen fliessen in eine «Sendschrift» ein, die von den Proklamationen inspiriert ist, die in früheren Jahrhunderten jeweils zur Landsgemeinde gedruckt und verlesen wurden. Die Sendschrift wird in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag geschrieben, an der Kulturlandsgemeinde öffentlich verlesen und im Anschluss breit gestreut.

Die Sendschrift der Kulturlandsgemeinde 2017 wird von Kunstschaffenden verschiedener Sparten weiter entwickelt, künstlerisch umgesetzt und in anderen Kanälen verbreitet.

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