Samstag 5. Mai und Sonntag 6. Mai 2018

Wegen
Wind
und
Wetter

Mit Rückenwind, im Schneegestöber, über dem Nebelmeer. Trübe Aussichten, stürmische Zeiten, auf der Sonnenseite. Wanderwetter, Filmwetter, Unwetter.

Die Kulturlandsgemeinde 2018 trotzte Wind und Wetter.

Mit Prognosen, Exkursionen und Experimenten.

Sonntagsrede von Annette Gigon

Bei sonnigem Wetter brainstormte Annette Gigon über das Wetter aus architektonischer Warte:
Versuch über den Luftraum – Versuche auf der Erdoberfläche

Musik in luftiger Höhe

Am Samstagabend begab sich die Kulturlandsgemeinde in luftige Höhen – von der Schwägalp auf den Säntis. Ein feines Windsäuseln. Die spannungsgeladene Stimmung vor einem kräftigen Sommergewitter. Ein aufbrausender Sturm. Der Violinist Tobias Preisig liess erahnen, wie Wind und Wetter in ihren Extremen klingen können.

Wir danken der Hans und Wilma Stutz Stiftung für die Unterstützung des Konzerts.

«Baal II» von Peter Stoffel auf dem Säntis

40m2 Wetter-Malerei auf 2’500 m.ü.M.!

An Stelle des grossen Toblerone-Werbeplakats auf dem Säntisgipfel hat ein von Peter Stoffel gemaltes Gemälde die Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Unmittelbar neben der Wetterwarte und der Wetter-Webcam überlagerten sich im grossformatigen Werk des Künstlers Wetterlagen und Mikroklimen.

Peter Stoffel interessiert das Wetter als „das wahrscheinlich komplexeste nichtlebende System unserer Welt, unvorhersehbar unberechenbar, und trotzdem irgendwie stabil und bewohnbar.“

Hier sehen Sie in einem Video, wie das Werk auf dem Säntis montiert wurde.

Peter Stoffels Gemälde konnte dank der Unterstützung der Dr. Fred Styger Stiftung realisiert werden.

Wetter-Geschichte in der Schwebebahn

Der Schriftsteller und Kabarettist Gabriel Vetter slamte in der Schwebebahn auf dem Weg zum Säntis über Wetter-Survival in einer Gondel. Den Slam gibts hier zum nachhören.

Wir danken der Hans und Wilma Stutz Stiftung für die Unterstützung des Slams.

Mit Gummistiefeln an die Landsgemeinde?

Aus dem Protokoll der ordentlichen Landsgemeinde vom 2. Mai 1903 in Hundwil, Amtsblatt des Kantons Appenzell Ausserrhoden:

„Eine unfreundliche, kalte, mit erheblichen Niederschlägen begleitete April-Witterung liess ernstlich befürchten, dass auch dem Landsgemeindetag ein gleiches Los zu teil werde und liess weiter befürchten, dass diese Erscheinungen auch ungünstig auf den Besuch der Landsgemeinde einwirken. Die Vermutungen erwiesen sich nach beiden Richtungen als unzutreffend. Die Temperatur des Tages hatte Frühlingscharakter und der Besuch der Landsgemeinde war erfreulicherweise ein grosser. Wir werden nicht fehl gehen, wenn wir die Zahl der stimmfähigen Landsgemeindebesucher auf mindestens 10’000 Mann schätzen.“

Wie beeinflusst das Wetter Ihre Teilnahme am politischen Geschehen? Katrin Keller gab Einblicke ins Ausserrhoder Landsgemeindewetter des 20. Jahrhunderts und sammelte persönliche Erinnerungen an Wind und Wetter an der Landsgemeinde.

Wir danken der Steinegg Stiftung Herisau für die Unterstützung dieses Projekts.

Sendschrift

Die Sendschrift ist ein Kernstück der Kulturlandsgemeinde. Die Essenz der Reflexionen und Anstösse aus den Debatten und künstlerischen Beiträgen fliessen in eine «Sendschrift» ein, die von den Proklamationen inspiriert ist, die in früheren Jahrhunderten jeweils zur Landsgemeinde gedruckt und verlesen wurden. Die Sendschrift wird in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag von Peter Surber geschrieben, an der Kulturlandsgemeinde öffentlich verlesen und im Anschluss breit gestreut. Die Sendschriften finden Sie hier:

Kulturlandsgemeinde 2018 – Wegen Wind und Wetter
Kulturlandsgemeinde 2017 – grösser glücklicher gerechter
• Kulturlandsgemeinde 2016 – wahr scheinlich fabelhaft
• Kulturlandsgemeinde 2015 – Wir erben  – wir Erben
• Kulturlandsgemeinde 2014 – Mitten am Rand
• Kulturlandsgemeinde 2013 – wohl oder übel

Fotos Kulturlandsgemeinde 2018

Die Fotos dürfen für nicht kommerzielle Zwecke und in Zeitungen/Zeitschriften verwendet werden. Bildnachweis: © Kulturlandsgemeinde 2018 Fotos: Hannes Thalmann

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