Freitag, 3. Mai 2019

18.30
19.00

global, nachhaltig, gemeinnützig

Thomas Stricker berichtet, wie die soziale Skulptur “handcherom/on the other hand”, initiiert an der Kulturlandsgemeinde 2017, zwischen Herisau und Kalkfeld (Namibia) gewachsen ist.

 

Samstag 4. Mai 2019

Drei Plattformgespräche widmen sich unterschiedlichen Spannungsfeldern rund um den Gemeinsinn in einer individualisierten, digitalisierten und zukunftstauglichen Gesellschaft.

10.00
10.30

Plattform 1: gemeinsinnig eigensinnig

Die Aktivistin Sonia Bischoff, der Künstler Florian Graf und der Unternehmer Hans-Dietrich Reckhaus wägen ab zwischen eigenen Interessen und gesellschaftlichen Dringlichkeiten, zwischen Engagement und Macht, zwischen Selbstverwirklichung und Verantwortung – sei es in der Zusammenarbeit mit geflüchteten Menschen, im künstlerischen Schaffen oder im Sinne einer Corporate Social Responsibility.

Zum Auftakt lotet Nils Althaus uneigennütziges Handeln aus.

12.30

Essen und Trinken

Gemeinsames Essen am runden Tisch im Chapiteau:

Brennesselsuppe; Salatschüssel mit wildem Grünzeugs; Gemüseragout und Ribelmais-Polenta; mit Fleisch: Kalbsbraten an Orangen-Portweinsauce

14.00

Plattform 2: Die Macht der Vielen

Johannes Gees, Mitgründer der Crowdfunding-Plattform wemakeit.com, Muriel Staub, Vorstandsmitglied von Wikimedia Schweiz, und Dominic Tobler, engagierter Schüler im Klimakollektiv Ostschweiz, diskutieren die Macht der Vielen und die Rolle des Internets für die Mobilisierung von grossen Menschenmengen – sei es für die Finanzierung von kulturellen und sozialen Projekten, die Arbeit an einer weltweit für alle zugänglichen Enzyklopädie oder im Kampf für eine klimafreundliche Zukunft.

Zum Auftakt lotet Nils Althaus uneigennütziges Handeln aus.

16.30

Plattform 3: Zukunfts(t)räume fürs Gemeinwohl

Die Kollaborationsexpertin Nadja Schnetzler, die Filmemacherin Rebecca Panian und die Landschaftsarchitektin Vedrana Žalac loten Versprechen und Hürden visionärer Modelle für den Gemeinsinn der Zukunft aus – sei es in der Entwicklung neuer kollaborativer Arbeitsweisen, fürs Experiment Bedingungsloses Grundeinkommen oder in der Gestaltung genossenschaftlicher Wohnformen.

Zum Auftakt lotet Nils Althaus uneigennütziges Handeln aus.

Werkstätten schaffen Raum für Experimente, Erfahrungen und Expertise.

ab 10.15

Messstation

Was bringt die Menschheit Ihrer Ansicht nach weiter – Eigen- oder Gemeinsinn? Wie viel Aufwand betreiben Sie für Gemeinnütziges? Und tun Sie das eher in Form von Zeit oder Geld? Haben Sie das Gefühl genug zu tun fürs Gemeinwohl? Geben oder nehmen Sie lieber? Sitzen Sie lieber alleine oder in Gesellschaft vor dem Fernseher? Würden Sie öfters per Flugzeug reisen, wenn Sie höhere Kompensationsleistungen zahlen könnten? Angenommen, es gäbe keinen gesetzlich festgelegten Pflichtteil: Würden Sie eher innerfamiliär oder an das Gemeinwesen vererben? Wo in Ihrem Alltag fällt es Ihnen am schwersten, Abstriche beim Eigenwohl zugunsten eines Gemeinwohls zu machen?

Unterwegs zwischen Zeughaus, Chapiteau und Lindensaal lädt Matthias Flückiger alle Besucherinnen und Besucher der Kulturlandsgemeinde ein, ihr eigenes (un)eigennütziges Handeln zu erforschen, zu testen, zu messen, zu vergleichen und zu debattieren.

ab 10.15

Humanitäre Direkthilfe

Der Verein aid hoc ist eine kleine NGO aus der Schweiz, die seit 2016 Menschen auf der Flucht am Rande Europas unterstützt. An der Kulturlandsgemeinde geben Freiwillige von aid hoc Einblick in ihre Arbeit in der Ostschweiz und in den Flüchtlingscamps in Nordgriechenland.
Ort: Lindensaal

ab 10.15

UnFluencing

«Der Eigensinn ist dem Gemeinsinn sein Suppenhuhn», behaupten Niki Wiese & Fam. Sie betreiben in Savognin den Zukunftsstall ANiM und öffnen während der Kulturlandsgemeinde im Dachgeschoss des Zeughaus Teufen Raum für Dialog und Reflexion – über den Spürsinn fürs Eigene, die Unterscheidung von Selbstfreundschaft und Egoismus, über das Eigene des Anderen und das Gemeinsame.

Bereits am Vortag der Kulturlandsgemeinde laden sie zu zwei «Sprechstunden» und einem Schnupper-Workshop mit der «LEGO Serious Play»-Methode ein. Für Menschen, die etwas vorhaben – eine Idee, ein Projekt, eine Vision, etwas Neues. Niki Wiese & Fam. hören zu, unterstützen mit Feedback, motivieren, mobilisieren und ermutigen. Interessierte sind gebeten, sich unter kontakt@anim.jetzt anzumelden.
Detaillierte Infos: www.anim.jetzt/teufen

Freitag, 3. Mai 2019
10 Uhr Sprechstunde
14 Uhr Sprechstunde
16 Uhr Workshop mit der «LEGO Serious Play»-Methode
Samstag, 4. Mai 2019
10 – 13 Uhr Offener Raum
14 – 18 Uhr UnFluencing
Sonntag, 5. Mai 2019
10 – 17 Uhr Offener Raum

Ort: Zeughaus Teufen, 2. OG

10.30-12.00 und 16.30-18.00

Enzyklopädie für alle

Über zwei Millionen Artikel nur schon in der deutschsprachigen Wikipedia-Version, und Tausende von Wikipedianer*innen, die an der freien Enzyklopädie mitschreiben. Die Vision von Wikipedia: Alle können zum weltweiten Enzyklopädie-Projekt beitragen.

An der Kulturlandsgemeinde führen Diego Hättenschwiler und Muriel Staub in die Wikipedia-Welt ein. Und sie erklären in zwei Workshops, wie jede und jeder Wikipedia-Artikel verfassen, verändern oder aktualisieren kann – Selbstschreibversuche inklusive.
Workshop 1: 10.30 – 12.00 Uhr
Workshop 2: 16.30 – 18.00 Uhr
Die Workshops dauern je 90 Minuten. Interessierte sind gebeten, einen eigenen Laptop mitzubringen.
Ort: Lindensaal

ab 10.15

Gemeinsinn für die Natur

Bienen-Insekten-Menschen-Klima-Schutz. Macht-Gemeinsam-Sinn. In den Workshops mit Emanuel Hörler entstehen im Rahmen eines “Citizen Science”-Projektes naturnahe Wildbienen-Nisthilfen für den eigenen Garten.
Workshop 1: 12.00 – 13.00 Uhr
Workshop 2: 14.30 – 15.30 Uhr
Workshop 3: 16.30 – 17.30 Uhr
Ort: Zeughaus, 1. OG

ab 10.15

Café des Visions

Mit dem künstlerischen Forschungsprojekt Café des Visions initiiert Anna Graber Gesprächsforen an unkonventionellen Orten im öffentlichen Raum. Und sie testet neue Arten des Diskutierens darüber, wie öffentliche Räume gestaltet und genutzt werden könnten. An der Kulturlandsgemeinde lädt sie ein, öffentliche Räume als Allgemein.Raum zu denken und sie aus dieser Perspektive neu zu entwerfen. Aus den Visionen aller entsteht ein gemaltes Manifest.
Ort: Beim Zeughaus

ab 10.15

Sinn für Baustellen?!

Brücken, Tempel und Türme. Stapeln, beigen und abstützen. Aufbauen, weiterbauen, abbauen, einstürzen lassen. Sie sind eingeladen gemeinsam mit allen anderen Besucherinnen und Besuchern der Kulturlandsgemeinde fantasievolle Bauten aus hunderten kleinen Hölzern zu entwickeln. Anna Dietsche und Alea Duden begleiten Sie beim kollaborativen Bauexperiment.
Ort: Zeughaus, 1. OG

ab 10.15

Sharing Kiosk

Was müssen wir selbst besitzen und was können wir mit anderen teilen? Welche Dinge würden Sie jemandem ausleihen? Und was möchten Sie sich gerne borgen?

Ob Rasenmäher, Racletteöfeli, Schneeschuhe oder Fasnachtskostüm – Pascale Osterwalder hält Ihre Ideen, Vorschläge, Angebote und Wünsche illustratorisch auf Klebern und Buttons fest und fördert damit die Sharing Economy unter dem Kulturlandsgemeinde-Publikum.
Ort: Beim Chapiteau

14.30-17.00

Tuten und Trompeten

Wie tönt Gemeinsinn? Die Kulturlandsgemeinde wird von der Harmoniemusik Teufen und der Musikgesellschaft Flühli musikalisch begleitet. Wer selbst zum Blasinstrument greifen möchte, kann im Bläserklassen-Crashkurs von Marco Weber lernen, wie eine Melodie im gemeinsamen Zusammenspiel in kürzester Zeit zum Klingen kommt. Auch Anfängerinnen und Anfänger sind willkommen! Wählen Sie eines der vorhandenen Instrumente aus.
Ort: Chapiteau
Anmeldung

ab 10.15

Crowdsourcing

Erkennen Sie ein Haus, einen Baum, eine Person, die Lage in der Landschaft, den genauen Zeitpunkt der Aufnahme? Was wissen Sie? Woran erinnern Sie sich? Wissen alle gemeinsam mehr?

Eliane Blumer und Stephan Graf sind neugierig: Im Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern der Kulturlandsgemeinde wollen sie mehr zu rund hundert bisher nicht identifizierten Bildern aus den Fotosammlungen des Staatsarchivs und der Kantonsbibliothek Appenzell Ausserrhoden erfahren. Das gewonnene Wissen tragen sie in die Gedächtnisinstitutionen zurück. Der Fokus liegt auf Bauernhausfotografien des Herisauer Piktorialisten Heinrich Bauer (1883-1960) und auf Bildern anonymer Fotografinnen und Fotografen im Appenzellerland des beginnenden 20. Jahrhunderts.
Ort: Lindensaal

ab 10.15

Global, nachhaltig, gemeinnützig

Seit 2007 reist Thomas Stricker alle paar Jahre nach Kalkfeld in Namibia, wo er gemeinsam mit Lehrpersonen, Schülerinnen und Schülern einer Primarschule einen Schulgarten bepflanzt, giesst und repariert. Das Gartenprojekt in Namibia ist Teil der sozialen Plastik «handcherom/on the other hand», initiiert an der Kulturlandsgemeinde 2017 in Herisau. Zwei Jahre später berichtet Thomas Stricker, wie das Projekt nicht nur im Township Kalkfeld, sondern auch in zahlreichen Appenzeller Gärten wächst und wuchert.
Ort: Zeughaus, 1. OG

Die Kunst lädt zu Tisch.

ab 10.15

LE DÉJEUNER

Nach zwei Monaten im offenen Atelier präsentiert Sonja Hugentobler ihr Werk:
LE DÉJEUNER, Sonja Hugentobler, 2019, 840 x 180 cm, Öl auf Leinwand
Ort: Zeughaus, 1. OG
Sonntag, ab 10.00 Uhr: Vernissage mit Gipfeli und Cüpli

Zwei Blasmusiken spielen auf!

Diverse Zeiten

Die Harmoniemusik Teufen und die Musikgesellschaft Flühli spielen da und dort in wechselnden Formationen auf.

Im Rahmen der Kulturlandsgemeinde treffen die Harmoniemusik Teufen und die Musikgesellschaft Flühli aus dem Luzerner Entlebuch aufeinander und bringen ihre Instrumente gemeinsam zum Klingen. Während des ganzen Wochenendes spielen sie in wechselnden Formationen da und dort auf – auf dem Zeughausplatz, am Bahnhof und auch auf dem Kirchturm!

Freitag, 3. Mai 2019
Schmissiger Auftakt zum Kulturlandsgemeinde-Wochenende

Samstag, 4. Mai 2019
ab 9.00 Uhr Platzkonzerte im Dorf Teufen
9.40 Uhr Marsch vom Bahnhof Teufen zum Zeughaus Teufen
12.15 Uhr Platzkonzert beim Chapiteau
15.30 Uhr Fanfaren auf dem Kirchturm
18.00 Uhr Platzkonzert beim Chapiteau
18.30 Uhr Gemeinsame öffentliche Probe der Blasmusiken im Lindensaal
20.00 Uhr Mitwirkung an der INES Late Night Show

Sonntag, 5. Mai 2019
10.00 Uhr Platzkonzert beim Bahnhof Teufen
10.30 Uhr Slot der Musikgesellschaft Flühli im Chapiteau
14.00 Uhr Abschlusskonzert

Essen und Trinken

durchgehend
12.30

Mittag am runden Tisch

Gemeinsames Essen im Chapiteau:

Brennesselsuppe; Salatschüssel mit wildem Grünzeugs; Gemüseragout und Ribelmais-Polenta; mit Fleisch: Kalbsbraten an Orangen-Portweinsauce

19.00

Mezze-Buffet

Vor der INES Late Night Show gibt es die Möglichkeit, sich am Mezze-Buffet zu stärken und die Eindrücke vom Tag am runden Tisch im Chapiteau auszutauschen.

INES Late Night Show

20.00

Ein Abend voll schwarzem Humor, Utopie und #DeepDiversity.

Das Institut Neue Schweiz (INES) ist ein postmigrantischer Think & Act Tank im Aufbau, der sich für einen ehrlichen Neuanfang in der Einwanderungsgesellschaft Schweiz einsetzt – kritisch, fundiert und auf Augenhöhe.

An der Kulturlandsgemeinde präsentiert INES die erste postmigrantische Late Night Show der Schweiz. Die beiden Moderatoren Fatima Moumouni und Uğur Gültekin gehen zusammen mit ihren Gästen auf den Grund einer Schweiz mit Migrationsvordergrund. Gäste sind die beiden INES-Institutsleitenden Katharina Morawek und Kijan Espahangizi. Sie sprechen über die Story, die INES in der Schweizer Gesellschaft etablieren will. Neben Stand-Up-Einlagen von Fatima Moumouni und Uğur Gültekin und Videobeiträgen ist auch der Spoken-Word-Künstler Roland Jurczok mit von der Partie.

Musikalisch begleitet wird die Late Night Show von den beiden Blasmusiken.

Mit Barbetrieb.

Eintritt: 15 Franken

Sonntag, 5. Mai 2019

Programm

10.00
ab 10.00

Vernissage LE DÉJEUNER

Vernissage von LE DÉJEUNER mit Gipfeli und Cüpli

Ort: Zeughaus, 1. OG

10.30
11.00

Spurenlese vom Samstag

Ort: Zeughaus, EG

Verlesung Sendschrift

MACHT.GEMEIN.SINN.

Die Sendschrift ist ein Wahrzeichen der Kulturlandsgemeinde. Sie ist von den Proklamationen inspiriert, die in früheren Jahrhunderten jeweils zur Landsgemeinde gedruckt und verlesen wurden. Die Sendschrift verdichtet die Überlegungen und Anstösse aus den Debatten, Werkstätten und künstlerischen Beiträgen auf sieben Punkte.

Am Samstagabend findet um 18.15 Uhr im Zeughaus (2. OG) eine offene Redaktionssitzung statt, in der die inhaltlichen Schwerpunkte diskutiert werden. Alle Interessierten können sich daran beteiligen.

In der Nacht vom Samstag auf den Sonntag wird die Sendschrift von Peter Surber verfasst, am Kulturlandsgemeinde-Sonntag öffentlich verlesen und im Anschluss offline und online breit gestreut.

Ort: Zeughaus, EG

Sonntagsgespräch mit Martin Schläpfer

Der Sonntagmorgen ermöglicht die Begegnung mit einer bekannten Persönlichkeit aus der Welt der Kunst und Kultur, die das Thema der Kulturlandsgemeinde aus ihrer persönlichen Warte und dem künstlerischen Spannungsfeld umkreist.

Pas de deux: Führen und sich führen lassen

Martin Schläpfer gibt im Gespräch Einblick, wie er im Tanz eine Sprache sucht, die zur Welt in Bezug steht. Er beschreibt, wie sich eine Choreografie im Wechselspiel zwischen Eigensinn und Gemeinsinn entwickelt und wie er dafür aus seinen Erfahrungen als Tänzer, Solist, Choreograf und Ballettdirektor schöpft.

Ort: Zeughaus, EG

13.00

Essen und Trinken

Gemeinsames Essen am runden Tisch im Chapiteau:

Restenfäscht-Buffet

14.00